Person der Woche  

Was ist das?

Erstmals für die Sommerpaus 2019 haben wir uns diese neue Rubrik ausgedacht!

 

Möglichst jede Woche versuchen wir eine besondere Person aus unserem Verein vorzustellen, die man unbedingt kennen sollte! Wir möchten euch somit einen Einblick hinter die Kulisse ermöglichen und Dinge herausfinden, die nicht jeder schon weiß. 

Person 2 - Nico Rosenbaum 

HSC: Hallo Nico! Mit dir als nächste Person der Woche haben vielleicht nicht so viele gerechnet, aber in einer internen Abstimmung bist du bei den ganzen Vorschlägen ziemlich weit vorne gelandet! Uns von der Redaktion hat das nicht überrascht, da wir dich ganz gut kennen. Du bist immer wieder einer, der bei Events bis zum Schluss bleib und einer der ersten, der mit anpackt, wenn Hilfe gebraucht wird. Und das als einer, der gerade aus der A-Jugend kommt…  das ist einfach ein gutes Vorbild. Und deswegen fangen wir auch da einfach mal an. Warum machst du so was eigentlich immer (ist schließlich freiwillig) und woher kommt diese Einstellung?

Nico: Gute Frage. Ehrlich gesagt weiß ich das nicht so genau. Eigentlich bin ich eher der Faule, der das Aufräumen immer verschiebt. Aber beim HSC ist mir das irgendwie wichtig. 

 

HSC: Inzwischen bist du sogar im Jugendvorstand aktiv!

Nico: Für mich gehört es einfach dazu, zu helfen, wenn ich kann. Ich denk mir immer es räumt ja keiner gerne auf und wenn viele Leute aufräumen ist die Arbeit schneller gemacht und alle können nach den Spielen feiern. Ferienspaß und Jugendvorstand find ich eine mega wichtige Sache für den Verein. Dass die eigenen Jugendspieler mitentscheiden können, was in der Jugend passiert ist ja nicht selbstverständlich. Trotzdem würde ich mich darüber freuen, wenn sich noch mehr an mir ein Beispiel nehmen und regelmäßig nach den Spielen und bei den Events mithelfen.

 

HSC: Was viele nicht wissen, dass du deine Hilfsbereitschaft im weiteren Sinn auch zu deiner Berufswahl geführt hat. Als Kinderkrankenpfleger hast du unserer Meinung eine riesige Portion Respekt verdient! Aber wie genau bist du dazu gekommen?

Nico: Ja das ist eine relativ lange Story .... 2016 habe ich nach der Schule direkt eine Ausbildung zum Industriemechaniker angefangen. Da habe ich aber schnell festgestellt, dass ich keinen Spaß habe. Meine Eltern konnten mich aber zunächst überreden, erst einmal weiter zu machen. Dann im Dezember bin ich überraschend krank geworden, wodurch ich auch knapp für einen Monat im Krankenhaus bleiben musste. Dort ist mir dann noch mehr klar geworden, dass ich etwas anderes machen wollte, zumal ich durch eine vorherige Knieverletzung auch weitere Fehlzeiten hatte und ich eventuell die Ausbildung neu starten musste. Also habe ich die Ausbildung beendet. Und als ich im Krankenhaus lag, bewunderte ich immer wieder die Arbeit der Pflegekräfte und habe mich dann für mehrere Praktikas beworben als Kinder- und Erwachsenenpfleger. Dort merkte ich, dass ich Spaß daran habe und mir wurde immer wieder gesagt, dass ich ein Talent dafür habe. Drauf habe ich mich direkt beworben und bin seitdem an der Uniklinik Mainz in der Ausbildung und habe die Entscheidung nie mehr bereut!

 

HSC: Das war wirklich interessant. Um wieder zurück zum Handball zu kommen, wie bist du eigentlich zum HSC gekommen?

Nico: Zum HSC bin ich in der Grundschulzeit gekommen durch meine besten Freund Jonas, den ich auf seinen Spielen immer angefeuert habe. Es sah spaßig aus, was er machte und wie er da verwirrt von oben nach unten rannte. Dann habe ich mich kurzerhand angemeldet und hab sogar direkt meine erste Saison in der F-Jugend als Meister beendet. 

 

HSC: Soweit wir informiert sind, hattest du aber auch mal eine Phase, in der du aufgehört hast oder?

Nico: Ja in der C-Jugend habe ich für etwas mehr als ein halbes Jahr aufgehört. Jetzt ist es mir auch eher unangenehm, wenn ich darüber nachdenke. Ich sag nur so viel, mein bester Freund war da eher die Playstation :D Irgendwann hatte ich dann wieder einen absoluten Bewegungsdrang und habe sofort wieder Blut geleckt. Seitdem bin ich wieder voll dabei mit neuer Motivation.  

 

HSC: Zur neuen Saison bist du komplett aus der Jugend entwachsen. Was sind denn nun deine Ziele im Aktivenhandball?

Nico: Im letzten Jahr hatte ich eher eine durchwachsenen A-Jugend-Oberliga Saison. Bei den Aktiven bin ich ja jetzt schon die letzten zwei Jahre ein bisschen dabei. Ich denke ein wichtiges Zeil für mich persönlich ist es natürlich den Shampookorb immer voll zu halten und mit neuen Shampoovariationen abzuliefern :D Mein Ziel auf dem Handballfeld ist es, die nächste Saison in der ersten Mannschaft etwas mehr mit zu mischen und hoffentlich nicht wieder gegen den Abstieg zu spielen.

 

HSC: Lässt sich so ein Mannschaftssport überhaupt mit deiner Arbeit vereinbaren? 

Nico: Ich versuche, so oft wie möglich da zu sein. In der Schulzeit lässt sich das gut vereinbaren, aber in der Praxisphase gestaltet sich das ein bisschen schwieriger. Als Azubi habe ich da leider nicht so viel Mitspracherecht, was den Schichtplan angeht. Ich versuche aber immer, dass ich zumindest am Wochenende Frühdienst bekomme um zu den Spielen da zu sein.

 

HSC: Zum Schluss: woher kommt dein Spitzname Messi? 

Nico: Zu dem Spitznamen ist es gekommen, als ich angefangen habe, bei der Zweiten ein bisschen mitzutraineren. Leider ist es nicht ganz so eine spannende Story. Ich hatte im ersten Training ein Messi Trikot an und wie das halt so ist kann sich keiner deinen Namen merken. Dann wurde ich eben Messi getauft und so ist es geblieben :D

 

HSC: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg in deiner Zukunft!

 

das Interview führte Eric Wolf

Person 1 - Peter Löw 

HSC: Hallo Peter! Wir möchten mit dir unsere neue Rubrik „Person der Woche“ für die Sommerpause eröffnen. Wir hoffen, du hast dich gefreut und wir können dich unseren Fans und Vereinsmitgliedern ein wenig besser vorstellen. Aber Ich denke mal, dich kennt beim HSC inzwischen sowieso jeder! 

Peter: Das freut mich. Ich selbst bin aber weniger eitel. Es ist aber schön, wenn auch Jugendtrainer im Verein positiv wahrgenommen werden.

 

HSC: Fangen wir mal an mit deiner persönlichen Handballer-Vita. Wie und wo ging es bei denn los?

Peter: Das Handballspielen wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Mein Vater war noch aktiver (Groß-) Feldhandballer beim TV Konstanz. Ich erinnere mich immer noch gerne an die Heimspieltage, die wie große Familienfeste auf dem wunderschön am Bodensee gelegenen Sportplatz stattfanden.

Mein Vater war aber auch Jugend-Handballtrainer (da aber schon Kleinfeld- und Hallenhandball)und so war es der natürliche Gang der Dinge, dass er mich dafür begeisterte.

Gefühlt verbrachte ich meine gesamte Jugend in der Halle (oder im Sommer auf dem Sportplatz – wir spielten nämlich noch einen Sommerrunde auf Rasenplätzen – wie auf Felke J). Es sei denn, dass ich quasi zum Ausgleich noch etwas Leichtathletik betrieb.

 

HSC: Das klingt ja, als sei der Weg geebnet gewesen für eine erfolgreiche Handballer-Karriere?

Peter: Immerhin schaffte ich es irgendwann in die südbadische Auswahl und später gelang mir mit 18 Jahren auch der Sprung in die 1. Herrenmannschaft der HSG Konstanz (TV Konstanz + DJK Konstanz). Damit begann für mich eine unheimlich intensive, erfolgreiche und schöne Zeit. Wir schafften den Durchmarsch in die Oberliga und von dort in die Regionalliga (heute 3. Liga). Leider mussten wir gleich wieder absteigen (als neunter von zwölf!). Trotzdem war das eine tolle Erfahrung. Wir hatten eine starke Gemeinschaft, haben hart trainiert und heftig gefeiert.

Während dieser Zeit machte ich erstmals meinen Übungsleiter-Schein für Handball (heute C-Schein) und unterstützte meinen Vater beim Jugendtraining. Gleichzeitig war ich auch noch als Schiedsrichter unterwegs.

 

HSC: Klingt, als ob daheim die Welt in Ordnung war. Wir kam es, dass du deine Heimat verlassen hast und ging es mit dem Handball trotzdem so erfolgreich weiter?

Peter: Irgendwann ging es für mich beruflich nach Wiesbaden. Dort heuerte ich gleich bei der Eintracht in der 2. Mannschaft (1. Bezirksliga – wie Rheinhessenliga, nur stärker) an. Die 1. Mannschaft spielte da noch 2. Liga und der Verein wollte die Reservemannschaft endlich in die Oberliga bekommen. Nachdem das nach zwei Anläufen jeweils knapp nicht gelang, zerbrach das Team und in der Folgesaison stiegen wir sogar ab. Ich blieb noch ein Weilchen und musste aber dann im zarten Alter von 30 Jahren aus gesundheitlichen Gründen mit dem Handballspielen aufhören! Ich hatte mir schlicht die Adduktoren ruiniert. Ich habe Verletzungen nie ausheilen lassen, war stets zu ungeduldig. Und das hat sich gerächt.

 

HSC: Nachdem man fast 3 Jahrzehnte Handball gespielt hat, muss es hart gewesen sein, wenn das von jetzt auf eben wegbricht oder? Wie kam es dann dazu, dass du den Weg zum HSC gefunden hast?

Peter: Nach Wochen der Verzweiflung (ist ein Leben ohne Handball nicht irgendwie sinnlos?) fand ich meinen Frieden beim meditativen Aikido, was mir auch half, keine Schmerzen mehr zu haben. Als sich Nachwuchs (Leon) ankündigte, suchten wir eine neue Bleibe und landeten zufällig (oder war es Vorsehung?) in Ingelheim. Meine Freude war groß, dass sich beide später für Handball beim HSC entschieden, denn ich habe keinen Druck ausgeübt.

 

HSC: Und beim HSC konntest du dann als Papa wieder Handball gucken?

Peter: Ich habe mich und meine Jungs beim HSC von Anfang an gut aufgehoben gefühlt. Ich habe tolle Jugendtrainer*innen kennengelernt (Danke Frank, danke Ute!). Der Sog des Handballsports hatte mich nun aber wieder stark erfasst. Ich begann, als „Vater“ die Trainer*innen zu unterstützen. Es hat mich aber zunehmend gedrängt, eigene Vorstellungen von Jugendtraining umzusetzen. Und so wurde ich Stück um Stück wieder Trainer. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mir mittlerweile viel methodisches Wissen abhandengekommen war. Zudem hat sich der Sport auch ein ganzes Stück weiterentwickelt. Damit war es für mich klar, dass ich nochmal den Trainerschein machen muss (den „alten“ hab ich leider auslaufen lassen). Mit knapp 50 Jahren hatte ich also dann „wieder“ den C-Schein in der Hand.

Zum Glück hat mich Kerstin (=meine Frau) bei allen Aktionen immer super unterstützt, mit Zuspruch und Verständnis. Sonst hätte das alles nicht funktioniert. Aber sie wusste ja, wen sie geheiratet hat J.

 

HSC: Welche Jugendbereich trainierst du denn beim HSC?

Peter: Ich war und bin beim HSC (jetzt JSG) eigentlich immer im Bereich C- und B-Jugend unterwegs. Ich finde diese Altersgruppe unheimlich spannend. Die Jungs wachsen brutal, pubertieren heftig und entwickeln sich mitunter in einer ganz spannenden Art und Weise. Man muss genau hinschauen, kann vieles erahnen, wird aber oft ziemlich überrascht – zum Glück meist positiv.

Die Jungs indem Alter sind zudem unheimlich begeisterungsfähig und versprühen unglaublich viel Energie. So kommt es oft vor, dass ich schlapp und mürrisch ins Training gehe (was hoffentlich keinem auffällt, ich gebe wir Mühe), dann aber energetisch aufgeladen und gut gelaunt wieder raus komme. Das beantwortet auch die Frage, warum ich noch so gerne Jugendtrainer bin.

Jungs in dem Alter wollen gefordert werden. Sie brauchen Intensität. Dann kommen Spaß und Spielfreude wie von selbst. Dementsprechend versuche ich auch, meine Trainings aufzubauen, bei denen mich Alex Rößner seit Jahren tatkräftig unterstützt (Danke dafür!)

 

HSC: Was ist denn deine handballerische Philosophie als Trainer?

Peter: Mein Ziel ist, mit „meinen“ Jungs einen modernen schnellen Handball zu spielen. Ich bin mittlerweile Fan einer offen-druckvollen und antizipativen 3:2:1-Abwehr, auch für die B-Jugend. Ich mag im Jugendbereich keine 6:0- oder andere defensive Formationen. So wie das derzeit viel zu oft gespielt wird, führt das bei den jungen Spielern zu einer taktischen Verblödung.

Vorne fordere ich von den Spielern, die richtigen Entscheidungen im Kleingruppenspiel zu treffen (mit dem 2 gg 2 als „Königsdisziplin“). Als Hilfsmittel kriegen sie Auslösehandlungen an die Hand. Jede Aktion eröffnet 2-4 Optionen und die Jungs müssen die beste davon erkennen. Starre Spielzüge oder andere unflexible Spielsysteme mag ich nicht, davon wird das Hirn träge.

 

HSC: Wie siehst du die Entwicklung beim HSC und wie betrachtest du den Handball in Rheinhessen allgemein?

Peter: Ich weiß mittlerweile, dass mein Ansatz in die richtige Richtung geht, bin mir aber gleichzeitig bewusst, dass nicht alles wirklich gut läuft. Ich wünsche mir daher mehr Diskurs im Kreise der Trainer.

Die Entwicklung des Handballs in Rheinhessen macht mir derzeit ein Wenig Sorgen. Es gibt immer weniger Spieler*innen und Mannschaften, damit weniger Talente, und dann schlagen mäßige und schlechte Trainer stärker durch. Ich hab den Eindruck, dass immer weniger den Weg in den schnellen modernen Handball mitgehen können (warum auch immer) und dass insgesamt das Niveau in der Breite sinkt. Aber wir beim HSC (und in der JSG) können und müssen gegensteuern. Die Zukunft für uns liegt meiner Meinung nach bei der (Jugend-) Trainerausbildung. Da sollten wir investieren.

 

HSC: Was möchtest du uns zum Abschluss noch sagen?

Peter: Mit dem HSC als „Heimatverein“ bin ich insgesamt sehr glücklich. Der Vorstand und die Aktivposten sind fast durchgängig jung (sorry Michael und Jochen J), aktiv, dynamisch und vor allem sympathisch. Das erinnert mich an früher, als Handball noch viel mehr „Familie“ war (in Hessen drüben war das in dieser Hinsicht nicht wirklich schön). Ich hoffe, dass wir uns das für die Zukunft erhalten können.

 

HSC: Vielen Dank für das interessante Gespräch! Wir sehen uns in der Halle!

 

das Interview führte Eric Wolf

Aktuell

Zum Einblick in den Wochenspielplan einfach auf den Button klicken. Dort nach HSC Ingelheim bzw. JSG Ingelheim/Ober-Hilbersheim suchen. Die H.-Nr. ist 240250 für den HSC und 245328 für die JSG.

Mannschaftskürzel sind:

E1-Jgd: mJE-KK-1

E2-Jgd: mJE-KK-2

mD-Jgd: mJD-KK-1

wD-Jgd: wJD-KK-2

C1-Jgd: mJC-RHL

C2-Jgd: mJC-KK-1

B-Jgd: mJB-KK

A-Jgd: zur OL-RPS gehts hier

Wir hoffen, das macht die Übersicht ein bisschen leichter!

*Jugendtelegramm

Alle Berichte der Jugendmannschaften AB JETZT hier im Jugendtelegramm!

 

*14.04. Damen Kreisliga

Sieg zum Abschluss

 

*13.04 Herren Rheinhessenliga

Kein Sieg mehr - egal!

 

*23.09. Damen A-Klasse

Keine Chance gegen Bretzenheim

 

*13.04. Herren Kreisklasse

14. Sieg in Folge zum Abschluss

 

*Herren B-Klasse

Zweiter Saisonsieg 

 

Helferdienste 2018/19

Ab jetzt kann man im "HSC-Fanshop" verschiedene Artikel erwerben. Zunächst gibt es "HSC-Shirts" sowie "HSC-Polohemden". Viel Spaß beim stöbern!

Einfach auf das Bild klicken!

Das Vorstandsinterview

Kontakt

HSC Ingelheim e.V.
Postfach 12 19
55205 Ingelheim
Telefon:
Fax:
E-Mail-Adresse:
DruckversionDruckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© HSC Ingelheim e.V. 2008-